Natürliche Eierfarbe
Das Färben der Eier gehört fest zu Ostern mit dazu. Wurden früher in der Geschichte des Färbens hauptsächlich Rottöne verwandt, so setzt man heutzutage auf die verschiedensten Farbspiele, auch gerne kombiniert mit Stoff-Applikationen oder angeklebten Perlen.

Bei der Wahl der Farbe steht man zu allererst vor der Enscheidung:
Eierfarbe: natürliche oder künstliche?
Diese Frage ist nicht wirklich eindeutig zu beantworten, da beide Arten ihre Vor- und Nachteile haben. Die Annahme, daß natürliche Eierfarbe immer lebensmittelecht sei, ist falsch. Speziell fertige Farben aus den Bio-, Bastelläden oder Apotheken können teilweise schädliche Stoffe und sogar Farben mit den sogenannten E-Nummern enthalten. So sollten Krappwurzel oder auch Sandelholz zum Beispiel nicht für Eier genommen werden, die später noch verzehrt werden sollen. Handelt es sich bei den Ostereiern jedoch nur um Ziereier, ist der Typ der Eierfarbe jedoch relativ egal - hier hat die künstliche sogar ihre Vorteile. Anders als die natürlichen Eierfarben sind die künstlichen meißtens farbechter und leuchtender.
Natürliche Ostereierfarben herstellen
Wer garantiert natürliche Ostereierfarben herstellen möchte, wirft am besten einmal einen Blick in den eigenen Kühlschrank:
- Kamille, Kümmel = gelb
- Holundersaft = blau/violett
- Spinat/Gras = grün
- Preiselbeeren = rosa
- …
Der Grundvorgang ist stets derselbe: Nehmen Sie den Grundstoff (Rote Beete, Heidelbeeren etc…) und kochen Sie ihn für 30-45 Minuten aus. Geben Sie die nun entstandene Farbbrühe durch ein Sieb, um grobe Partikel herauszufiltern. Die Ostereier können jetzt darin ziehen. Je nach Dauer variiert hierbei die Farbstärke (über Nacht eintauchen = starke Färbung) von schwach bis intensiv. Um die Färbung noch etwas kräftiger wirken zu lassen, kann zusätzlich Essig in den Sud gegeben werden. Anschließendes Einreiben der Eier mit Butter oder Olivenöl gibt der Schale einen zusätzlichen Glanz.
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